Schiffs Modellbau
 

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Rumpf und Deck

Hilfskiel und Decksbalken

Zunächst habe ich im Inneren des Rumpfes aus Wachs einen Positivabdruck der Kielsektion erstellt. Dieser diente mir zur Herstellung einer Negativform aus Formsand. In dieser Form habe ich vier Bleigewichte gegoßen, die mit ca. 1800g den Hauptteil des Ballastes ausmachen werden.

Dann habe ich den Rumpf entlang der angegeben Linie beschnitten.

Hilfskiel Bauteile
Bauteile des Hilfskiels

Der vordere und achtere Hilfskiel wird aus je zwei Sperrholz Teilen zusammengefügt und im Rumpf eingeklebt. Er dient im Wesentlichen zur Verstärkung der Konstruktion und achtern auch als Befestigungsstelle für die Ruderlager. Ich verwendetet wasserfesten Holzleim und Stabilit Express.

Nun mussten die Auflagen der Decksbalken von innen jeweils 3mm unterhalb der späteren Decksoberkante eingeklebt werden. Das war etwas Fummelei, da die Auflagen aus Sperholz an den Ausschnitten für die Balkenaufnahme dazu neigen durchzubrechen. Wichtig: Hier darf die Bug und Heckseite nicht verwechselt werden, was zweimaliges Hinschauen vor dem Einkleben erfordert!

Um den Rumpf in seine Form zu zwingen, ist es hilfreich, die Decksbalken schon jetzt provisorisch einzulegen. Diese sollte man unbedingt durchnummerieren, bevor man sie aus dem Sperrholz heraustrennt!

Hilfskiel Bauteile
Längsbalken

Wenn die Decksauflagen fest sind, kann man die Decksbalken herausnehmen und anschließend einleimen. Dabei benutzt man am besten die Längsbalken zur Ausrichtung. Nach Trocknung der Ersteren leimt man dann Letztere ebenfalls ein. Hier beginnt man am tiefsten Punkt des Decks mit der Befstigung und arbeit sich dann abwechselnd nach vorn und hinten vor.

Bleiballast
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Decksbalken, Hilfskiel und Decksbalken Auflagen
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Einbau der Decksbalkenauflagen
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Einbau der Decksbalken
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Deck

Anschließend kann das Sperrholzdeck aufgeklebt werden, welches später die Unterlage für die Beplankung bildet. Mit ein wenig Feilen und Schleifen passte es genau auf die Auflagen und schloss auch bündig mit der Rumpfoberkante. Auf das Deck kommen als nächstes der linke und rechte Schandeckel und die Süllränder der Niedergänge und der Bünn.

Einkleben des Decks
Einkleben des Decks

Beim Einkleben der Süllränder ist vor allem auf den senkrechten Sitz zu achten. Die Schandeckel folgen mit ihrem äußren Rand der Rumpfaussenseite und überlappen so das Sperrholzdeck und den ABS Rumpf. An den Aussparungen für die spätere Aufnahme der Schanzkleidstützen besteht Bruchgefahr. Allerdings ist dies nicht tragisch, da später dieser Bereich durch die Scheuerleisten verdeckt wird.

Bauteile der Süllränder
Bauteile der Süllränder

Einkleben der Süllränder
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Schandeckel
Die Schandeckel sind aufgeklebt.

Deck Beplankung

Nun folgt das Beplanken des Sperrholzdecks. Anhand der Maße der Bünn ermittelte ich eine passende Plankenlänge. Dann wurde der Plankenverlauf auf das Sperrholzdeck gezeichnet. Anschließend mussten alle Planken geschnitten und an den Kanten schwarz gestrichen werden, um die Kalfaterung darzustellen. Die verwendetet Farbe bereitet jedoch Probleme, da sie sich beim Abschleifen in die Planken einrieb. Mit Hilfe eines Messer zog ich die Planken daher ab, was wesentlich besser ging als sie zu schleifen.

Beplankung

Beplankung
Herstellung der Decksplanken

Beplankung
Der Plankenverlauf.

Beim Aufbringen der Planken arbeitete ich an den Kanten mit Butten und Fischung statt mit stumpfen Stößen, da es in diesem Maßstab leicht möglich ist und besser aussieht.

Das ganze Deck war eine reine Fleißarbeit, die sich aber (hoffentlich) lohnt. Durch das Abziehen mit der Klinge sind die meisten Spuren der Farbe aus dem Holz raus. Ich denke, dass nach Beizen und Lackieren nichts störendes mehr zu sehen sein wird und das Aussehen dem Charakter gerecht wird.

Anzeichnen des Plankenverlaufs
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Aufkleben der Planken
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Der Plankenverlauf
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Das fertig beplankte Deck
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Schanzkleid

Aus Holzleisten werden nun die Schanzkleidstützen abgelängt und in die vorgesehenen Aussparungen der Schandeckel geklebt. Nach Trocknung klebt man das Schanzkleid von aussen dagegen. Soweit die Theorie!

Tatsächlich muss man hier eigentlich beide Arbeitsschritte gleichzeitig machen, denn die Schanzkleidstützen muss man ja am Verlauf des Schanzkleides ausrichten, aber das Schanzkleid kann aber nur an die Stützen angeschmiegt werden, wenn diese stehen.

Ein paar mehr als nur zwei Hände, wären manchmal sehr hilfreich! Anschließend wurde das Schanzkleid an dem Übergang zum Rumpf gespachtelt und geschliffen. Den Abschluss der Arbeiten am Schanzkleid bildet das Aufsetzen des aus sechs Sperrholzteilen bestehenden Handlaufes und das Ankleben der Scheuerleiste. Beides ist recht unproblematisch.

Handlauf
Handlauf und Scheuerleiste.

Schwallbrett
Schwallbrett.

Schanzkleid
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Schanzkleid
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Schwallbretter
Schwallbrett am Bug

Die Schwallbretter am Bug fertigte ich, abweichend vom Bausatz, aus zwei aufeinander geleimten biegsamen 1mm Sperrholzbrettchen an. Diese zwang ich beim Verleimen direkt in die richtige Form, was die spätere Anbringung auf den Handlauf erleichtert.

     

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